Tiefenschärfe
Wir alle lieben sie, diese Bilder, bei denen der Vordergrund schön scharf ist, und der Hintergrund unscharf. Aber wie klappt das in den eigenen Videos?
Das Prinzip, um das es hier geht, heißt Tiefenschärfe, und das bezeichnet den Bereich, der im Bild um den Schärfepunkt herum scharf ist. Alles ist scharf: große Tiefenschärfe, nur ein kleiner Bereich ist scharf: geringe Tiefenschärfe. Als Foto- und Videografen können wir den Schärfebereich beinflussen. Bei Landschaftsaufnahmen wollen wir häufig einen großen Schärfebereich, bei Portraits ein kleinen. Wie kann ich also den Schärfebereich klein machen für ein wunderschönes Portrait:
- Erstens, ich wähle eine Kamera mit möglichst großem Chip. Je größer der Chip, desto kleiner der Schärfebereich. Das erklärt, warum das mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera so gut geht, und gar nicht mit dem Smartphone - ausser das Smartphone rechnet den Hintergrund unscharf, was manche Geräte können.
- Zweitens, ich verwende eine möglichst große Blendenöffnung. Bei Objektiven bedeutet das: eine möglichst kleine Zahl, wie zum Beispiel Blende 1,4. Nicht jedes Objektiv hat so eine große Blendenöffnung (entspricht kleiner Blendenzahl). Bei manchen, meist günstigeren Objektiven, ist das Maximum 4 oder 5,6, damit kann man keinen so kleinen Schärfebereich erzeugen.
- Drittens, ich verwende eine lange Brennweite, also ein Objektiv, mit dem ich nahe heranzoomen kann. Mit einem 12mm Weitwinkelobjektiv habe ich also keinen so kleinen Schärfebereich wie mit einem 100mm Zoom Objektiv. Das sind also die drei Faktoren, die den Schärfebereich beeinflussen: Chipgröße der Kamera, Blendenöffnung und Brennweite.
Du willst Videos produzieren und schneiden wie ein Profi? Dann buche mich für ein individuelles Training. Egal du ganz am Anfang stehst oder das nächste Level anstrebst. Du findest Antworten auf deine Fragen zu allen Themen rund um die Videoproduktion. Ich freu mich auf unser Kennenlernen.